CSR-Richtlinie und die Auswirkungen auf die Personalwirtschaft

Im März 2016 wurde vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) der Entwurf eines CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes zur Umsetzung der Richtlinie RL 2014/95/EU veröffentlicht. Erstmals erfolgt zukünftig in Deutschland eine Regulierung der Berichterstattung zu bestimmten Themen der Nachhaltigkeit. Bis zum 6. Dezember 2016 ist die Richtlinie in deutsches Recht umzusetzen.

Die Umsetzung der Richtlinie RL 2014/95/EU steht also bevor. Daraus ergeben sich für Unternehmen von öffentlichem Interesse Publizitätspflichten, die bei falscher Behandlung zur Verhängung von Bußgeldern oder gar zu Strafverfahren führen können. Um den von der Strafandrohung betroffenen Organen der Gesellschaften eine ausreichende Grundlage zur Erfüllung der Publizitätspflichten zu gewährleisten, sind auch die Personalverantwortlichen gefordert. Zu berichten ist nämlich auch über „Arbeitnehmerbelange“. Schon bei diesen Vorbereitungen lauern strategische Klippen. Das gilt insbesondere für Unternehmen mit Betriebsräten.

Auch Unternehmen, die zunächst nicht unmittelbar den neuen Publizitätspflichten unterliegen, werden die Auswirkungen dieser Rechtsänderung spüren. Für alle Unternehmen und Konzerne wird sich der Wettbewerb um die Besten am Arbeitsmarkt zukünftig auch durch das Vorhandensein und die Qualität dieser nichtfinanziellen Informationen entscheiden.


Veranstaltungen:

Business-Lunch am 28.07.2016

Seminar: CSR und Betriebsverfassung


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